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Manfred Stolpe: Halte Kreisreform weiter für notwendig

Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv
Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv FOTO: Ralf Hirschberger
Potsdam. Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat die Notwendigkeit einer Kreisgebietsreform in Brandenburg bekräftigt. Stillstand wäre Rückschritt, untermauerte er in einem Statement am Mittwoch. Der SPD-Ehrenvorsitzende bezog sich auf ein Interview der „Märkischen Oderzeitung“ (Mittwoch), indem er auf Fehler der Landesregierung beim bisherigen Vorgehen hingewiesen hatte. Eine frühere Beteiligung der betroffenen Kommunen wäre sinnvoll gewesen, sagte er in dem Beitrag. Der 81-Jährige betonte in seiner Reaktion zugleich, es wäre eine falsche Interpretation, in seinen Äußerungen die Forderung nach einem Neustart der Kreisreform zu sehen. dpa

Stolpe hatte in dem Interview unter anderem gesagt, die Welt verändere sich immer schneller, und die Verwaltungsorganisation müsse sich darauf einstellen. „Diese Veränderung kann in ständigen kleinen Reparaturen erfolgen. Besser ist ein Gesamtpaket, das möglichst von allen politischen Kräften und der Bevölkerung getragen wird. Das braucht Zeit. Ich glaube, dass sich die Vernunft durchsetzen wird.“

Zu Jahresanfang hatte er angesichts hitziger Debatten bereits einen Kompromiss bei den Namen der künftigen Großkreise vorgeschlagen.