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Lufthansa: immer frühere Buchungen erwartet

Eine Lufthansamaschine landet auf dem Flughafen in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv
Eine Lufthansamaschine landet auf dem Flughafen in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv FOTO: Boris Roessler
Frankfurt/Main. Wegen der hohen Ticketpreise erwartet die Lufthansa in den nächsten Monaten immer frühzeitigere Buchungen. Erneut betonte die Fluggesellschaft am Freitag, dass man nach dem Ausscheiden des Konkurrenten Air Berlin am Preissystem nichts geändert habe und die Lage nicht ausnutze. Nach Kundenbeschwerden hatte das Bundeskartellamt angekündigt, die Preispolitik zu prüfen. dpa

Es sei aber wegen der erhöhten Nachfrage im Dezember weiterhin so, dass günstige Klassen für die jeweilige Verbindung wesentlich früher ausverkauft seien und dann nur noch entsprechend teurere Tickets angeboten würden, erklärte ein Sprecher. Die jeweilige Größe der insgesamt 17 Buchungsklassen sei ebenfalls nicht verändert worden, so dass der Erlös für einen voll besetzten Flieger gleich bleibe. Das sei eine bewusste Entscheidung gewesen, um wichtige Kundengruppen nicht zu vergraulen oder an den Konkurrenten Bahn zu verlieren.

Höhere Durchschnittspreise erziele man allein dadurch, dass man zusätzliche Kapazitäten in den Markt gegeben habe, um die von Air Berlin nicht mehr angebotenen Flugleistungen zu ersetzen. Diese zusätzlichen Plätze seien wegen der kurzen Fristen zwischen Angebot und Flug in durchschnittlich höheren Preisklassen verkauft worden.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben mit seinen Netzwerk-Airlines Lufthansa, Austrian und Swiss rund 50 Prozent der Air-Berlin-Kapazität auf den zehn wichtigsten Strecken im deutschsprachigen Raum ausgeglichen. Unter anderem seien zusätzliche Airbus A321 und Langstreckenjets auf Kurzflügen beispielsweise zwischen Frankfurt und Berlin eingesetzt worden.

An drei Tagen kurz vor Weihnachten (20. bis 22. Dezember) fliegt zudem ein Airbus A340 zwischen München und Berlin hin und her, wie die Lufthansa am Freitag ankündigte. Das Flugzeug hat rund 100 Plätze mehr als die sonst auf dieser Verbindung eingesetzten Jets.