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Lebenslang für Dreifachmord: Verteidigung legt Revision ein

Der Angeklagt im Landgericht Frankfurt. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Der Angeklagt im Landgericht Frankfurt. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Frankfurt. /bb) - Nach der Verurteilung eines 25-Jährigen zu lebenslanger Haft wegen der Ermordung seiner Großmutter und zweier Polizisten hat die Verteidigung Revision eingelegt. Dies teilte das Landgericht in Frankfurt (Oder) am Mittwoch mit. Die Kammer hatte am 2. Februar auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Über das Urteil muss jetzt der Bundesgerichtshof befinden. dpa

dpa/bb) - Nach der Verurteilung eines 25-Jährigen zu lebenslanger Haft wegen der Ermordung seiner Großmutter und zweier Polizisten hat die Verteidigung Revision eingelegt. Dies teilte das Landgericht in Frankfurt (Oder) am Mittwoch mit. Die Kammer hatte am 2. Februar auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Über das Urteil muss jetzt der Bundesgerichtshof befinden.

Eine Begründung der Revision kann der Anwalt binnen eines Monats einreichen. Im Prozess hatte die Verteidigung argumentiert, die beiden Polizisten seien auf der Flucht nicht vorsätzlich getötet worden. Auch der Drogeneinfluss wurde anders bewertet. Der Anwalt hatte deshalb zwölf Jahre Haft gefordert. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft eine lebenslang Haftstrafe gefordert.

Der Fall hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst. Laut Urteil hatte der 25-Jährige zunächst seine Großmutter an ihrem 79. Geburtstag im gemeinsamen Wohnhaus in Müllrose (Oder-Spree) nach massiven Schlägen erstochen. Auf der anschließenden Flucht vor der Polizei überfuhr er dann zwei Beamte an einer Bundesstraße bei Beeskow mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Polizisten waren sofort tot.