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| 08:35 Uhr

Die Flughafen-Hündin
Lea ist Berlins tierischer Vogelschreck

Brandenburg, Schönefeld: Hündin Lea läuft über das Flughafen-Gelände. Die ungarische Vorstehhündin Lea von den Reitheni trainiert seit vier Wochen dort auf den Rollfeldern, als tierische Vogelscheuche Krähen und andere Vögel von den Betriebsflächen zu vertreiben.
Brandenburg, Schönefeld: Hündin Lea läuft über das Flughafen-Gelände. Die ungarische Vorstehhündin Lea von den Reitheni trainiert seit vier Wochen dort auf den Rollfeldern, als tierische Vogelscheuche Krähen und andere Vögel von den Betriebsflächen zu vertreiben. FOTO: dpa / Günter Wicker
Berlin. Sie ist erst ein Jahr und neun Monate alt, aber schon der Star auf der Großbaustelle des Berliner Pannenflughafens BER: Die ungarische Vorstehhündin Lea von den Reitheni trainiert seit vier Wochen dort auf den Rollfeldern, als tierische Vogelscheuche Krähen und andere Vögel von den Betriebsflächen zu vertreiben.

Zudem ist sie am Flughafen Tegel auf Streife. „Vogelschlag in den Triebwerken ist eine ernste Gefahr für startende und landende Flugzeuge“, erläuterte Flughafensprecherin Kathrin Westhölter am Montag. Weltweit für Schlagzeilen sorgte etwa 2009 die Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River in New York, nachdem die Maschine in einen Schwarm Wildgänse geraten war.

„Lea ist sehr flexibel einsetzbar und soll die Vergrämungsmaßnahmen mit Blitzlichtern, Pyrotechnik und Schreckschussanlagen ergänzen“, erklärte die Flughafensprecherin. Vom kommenden Jahr an soll die Hündin auf den Berliner Flughäfen zweimal täglich auf Streife gehen und Vögel verjagen.

„Ziel ist, dass sich Krähen, Kraniche, Gänse oder Wildtauben dort gar nicht erst ansiedeln“, erläuterte Westhölter. Totbeißen soll die Hündin die Vögel nicht. Lea bekommt neben ihrer Warnweste als Mitarbeiterin der Flughafengesellschaft auch einen Dienstausweis, damit sie wiedergefunden werden kann, falls sie sich mal verläuft.

Trainiert wird Lea von Richard Clauß, der auf den Berliner Flughäfen für die Kontrolle von Vögeln und Wildtieren zuständig ist, die den Flugbetrieb gefährden könnten. Einen Falkner mit Greifvögeln wie etwa der Hamburger Airport setzt die Berliner Flughafengesellschaft nicht ein. „Bei der Vergrämung der bei uns vorkommenden Vogelarten reichen die anderen Maßnahmen aus“, meinte die Flughafensprecherin.

(dpa)