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Falschgeld
Knapp 500.000 Euro-Falschgeld in Berlin beschlagnahmt

Ein echter (oben) und ein gefälschter (unten) 20-Euro-Schein. Foto: Paul Zinken/Archiv
Ein echter (oben) und ein gefälschter (unten) 20-Euro-Schein. Foto: Paul Zinken/Archiv FOTO: Paul Zinken
Berlin. In der Hauptstadt ist im vergangenen Jahr Falschgeld im Wert von knapp 464 000 Euro sichergestellt worden. Am häufigsten wurden nachgemachte 50-Euro-Scheine beschlagnahmt, sie machten 61 Prozent aus, wie die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. dpa

«Der falsche Fuffziger ist der Spitzenreiter», sagte eine Sprecherin. Aber auch Münzen im Wert von rund 1370 Euro wurden entdeckt.

Die Zahl der entdeckten Falschnoten sei gegenüber 2016 um neun Prozent zurückgegangen, der Schaden aber um 33 Prozent gestiegen, hieß es. Das geht laut Polizei auf eine große Zahl gefälschter 500-Euro-Scheine zurück.

2016 stellten die Ermittler gefälschte Zahlungsmittel im Wert von 653 000 Euro sicher; es waren sowohl schon ausgegebene als auch im Vorfeld beschlagnahmte Noten.

Im vergangenen Jahr wurden laut Angaben 121 Tatverdächtige ermittelt. Ob Fälscher raffinierter geworden sind, könne nicht abschließend beantwortet werden, hieß es. Der Zugang zu Falschgeld über das Internet sei leichter geworden.

Zugleich warnte die Polizei: Das Entdeckungsrisiko sei auch im Darknet, einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich des Internets, hoch. Eine Vielzahl Verdächtiger sei hier ermittelt worden. Das Landeskriminalamt nutze alle zulässigen Ermittlungsinstrumente. Dazu gehören laut Angaben auch die Überwachung von Telefonen und die Observierung von Verdächtigen.

Im Mai 2017 hatten österreichische Sicherheitsbehörden in Wien eine Tätergruppe überführt, die Falschgeld über Plattformen im Darknet vertrieben hatte. Sie sollen die Noten zuvor selbst gedruckt haben. Die österreichischen Behörden hatten Adressen von Käufern und Kaufinteressenten an die deutschen Behörden weitergegeben. Auch in Berlin waren Verdächtige ermittelt worden.