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Kiptanui überrascht mit Jahresweltbestzeit

Halbmarathonläufer laufen vor dem Alten Museum. Foto: Christophe Gateau
Halbmarathonläufer laufen vor dem Alten Museum. Foto: Christophe Gateau FOTO: Christophe Gateau
Berlin. Gesa Felicitas Krause hat bei ihrem zweiten Halbmarathon eine starke Leistung abgeliefert. Die 3000-Meter-Hindernis-Europameisterin kam am Sonntag in Berlin in 1:12:16 Minuten auf den fünften Platz. Bei ihrem Debüt über die 21,0975 Kilometer hatte die 25-Jährige in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) vor einem Jahr noch aufgegeben. „Ich bin super happy - auch für meinen Pacemaker. Er hat es super gemacht, ist sehr flüssig gelaufen“, sagte sie nach dem Zieleinlauf. Von Jörg Wenig, dpa

Ein Newcomer aus Kenia hat den Berliner Halbmarathon mit Streckenrekord und Jahresweltbestzeit gewonnen. Aus deutscher Sicht machte Felicitas Krause Schlagzeilen: Bei ihrem zweiten Halbmarathon kam die Europameisterin über 3000-Meter-Hindernis am Sonntag mit 1:12:16 Minuten in deutscher Jahresrekord-Zeit auf den fünften Platz. Am Straßenrand jubelten nach Angaben der Organisatoren bei Frühlings-Temperaturen rund 250 000 Fans und damit mehr als im Vorjahr.

Erick Kiptanui triumphierte bei dem größten deutschen Rennen mit rund 36 000 Teilnehmern in 58:42 Minuten. Damit erreichte der Kenianer die fünftschnellste je gelaufene Zeit über die 21,0975 km lange Strecke und verpasste den Weltrekord um lediglich 19 Sekunden. „Mein Plan war, so schnell zu laufen, weil ich von der flachen Berliner Strecke wusste“, sagte der Sieger, der ein Marathon-Debüt plant.

Bei ihrer Halbmarathon-Premiere vor einem Jahr hatte die 25-Jahre alte Felicitas Krause in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch aufgegeben. „Ich bin super happy - es hat Spaß gemacht“, sagte die Hessin aus Ehringshausen nach ihrem Berliner Lauf. Am 31. Mai startet sie in Rom über 3000 Meter-Hindernis in die Saison. Siebte wurde Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt), die mit 1:12:44 Stunde eine persönliche Bestzeit erreichte.

Die Kenianer dominierten das Männer-Rennen und belegten die ersten sieben Ränge. Auf den Plätzen zwei und drei hinter Kiptanui folgten seine Landsleute Emmanuel Kiprono und Richard Mengich in 60:29 und 60:36 Minuten. Als Achter folgte Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt), der jedoch den avisierten deutschen Rekord von 60:34 Minuten mit 62:13 deutlich verpasste. „Ich habe es versucht, aber es war zu windig“, sagte der 24-Jährige.

Schnellste Frau in 1:09:29 war die in Deutschland lebende und für Grün-Weiß Kassel startende Äthiopierin Melat Kejeta. Als Zweite lief die Schweizerin Martina Strähl in 69:29 eine persönliche Bestzeit, Rang drei belegte Anne-Mari Hyryläinen (Finnland) mit 71:04.

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