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Justizkasse will beschlagnahmte Bitcoins zu Geld machen

Eine Person kauft in Zürich an einem Bitcoin-Automaten Bitcoins. Foto: Christian Beutler/Archiv
Eine Person kauft in Zürich an einem Bitcoin-Automaten Bitcoins. Foto: Christian Beutler/Archiv FOTO: Christian Beutler
Berlin. Die Berliner Justizkasse profitiert von der Wertsteigerung des Internet-Finanzprodukts Bitcoin. Im Frühjahr hatte die Berliner Staatsanwaltschaft in einem Fall von Drogenhandel 64 Bitcoins sichergestellt. Die wurden am Freitag für mehr als 700 000 Euro gehandelt und sollen nun zu Geld gemacht werden, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Freitag sagte. Zum Zeitpunkt der Beschlagnahme Ende April 2017 seien die 64 Bitcoins lediglich 76 000 Euro wert gewesen. dpa

Der Prozess im fraglichen Fall hatte am Dienstag vor dem Landgericht Berlin begonnen. Angeklagt ist ein 43-Jähriger, der von Berlin aus einen schwunghaften Drogenhandel im Darknet, einem geschützten Bereich des Internets, gesteuert haben soll. Eine 40 Jahre alte Friseurin und ein ebenso alter Ingenieur sind mitangeklagt. Nach etwa zweijährigen Ermittlungen wurden die drei im April verhaftet. Am Donnerstag erklärten sie sich nach Angaben Steltners damit einverstanden, die Bitcoins der Justiz zu überlassen.

Die Bitcoins sind keine Währung, die wie Euro oder Dollar von einer Zentralbank kontrolliert wird. Vielmehr handelt es sich um verschlüsselte Datenblöcke auf Computern. Der Wert der Bitcoins schwankt stark.

Tweet der Generalstaatsanwaltschaft Berlin