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Justizbehörde kritisiert Umgang mit Amri-Akten

Mohammed D. wird im bei der Sitzung des Untersuchungsausschuss vernommen. Foto: Britta Pedersen/Archiv
Mohammed D. wird im bei der Sitzung des Untersuchungsausschuss vernommen. Foto: Britta Pedersen/Archiv FOTO: Britta Pedersen
Berlin. Die Berliner Justizbehörde hat den Umgang des Amri-Untersuchungsausschusses mit Originalakten zu dem Fall des Terroristen kritisiert. Ordner seien etwa neu beklebt oder die Sortierung durcheinander gebracht worden, teilte der Sprecher des Justizsenats, Sebastian Brux, am Samstag mit. „In unserem Hause wurde diese Vorgehensweise mit großer Verwunderung und Bestürzung zur Kenntnis genommen, sind die in Rede stehenden Akten doch als Beweismittel für den Untersuchungszweck von großer Bedeutung.“ Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet. dpa

Seit Mitte Juli untersucht ein Ausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus den Fall Amri. Der Vorsitzende Burkhard Dregger (CDU) kritisierte in einer Stellungnahme, dass die Vorwürfe öffentlich gemacht worden seien. Sie würden direkt nach Ostern geprüft, erklärte er. „Sollten Fehler begangen worden sein, werden sie abgestellt werden.“ Er habe keinen Zweifel, dass die Mitarbeiter des Ausschussbüros sorgfältig arbeiteten.