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Jungen in Indien missbraucht? Aussage angekündigt

Das Gebäude des Landgerichts Berlin in der Turmstraße in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv
Das Gebäude des Landgerichts Berlin in der Turmstraße in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv FOTO: Jens Kalaene
Berlin. Ein 59-jähriger Berliner, der in Indien mehrere Jungen missbraucht haben soll, kommt vor das Landgericht. Dem Angeklagten werden sexuelle Übergriffe auf Jungen im Alter von neun bis 13 Jahren zur Last gelegt. Ermittlungen zufolge soll es in den Jahren 2015 und 2016 zu acht Taten gekommen sein. Der Beschuldigte habe sich bei einem längeren Aufenthalt in Indien mit einer Vielzahl von Kindern und Jugendlichen umgeben, die teilweise bei ihm gewohnt und gearbeitet hätten. Er soll sexuelle Übergriffe auch gefilmt und Aufnahmen verbreitet haben. Zudem habe er in seiner Berliner Wohnung rund 27 000 kinderpornografische Dateien verwahrt. dpa

Ein 59-Jähriger aus Berlin, der in Indien mehrere Jungen missbraucht haben soll, hat vor dem Landgericht eine Aussage angekündigt. Dem Angeklagten werden sexuelle Übergriffe auf sechs Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren zur Last gelegt. Bei einem längeren Aufenthalt in Indien in den Jahren 2015 und 2016 sei es zu acht Taten gekommen, heißt es in der am Mittwoch zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Zudem habe der Mann rund 27 000 Dateien mit Kinderpornografie in seiner Berliner Wohnung verwahrt.

Der Verteidiger erklärte, sein Mandant werde sich voraussichtlich am zweiten Verhandlungstag am 17. Januar zu den Missbrauchsvorwürfen äußern. Den Besitz von Kinderpornografie räumte der 59-Jährige in einer ersten Stellungnahme ein. Er habe mit den Bildern „aber nichts gemacht, das gegen das Gesetz verstößt“, sagte der Ingenieur. Der Mann sei bereits 1996 in Thailand wegen Kindesmissbrauchs zu 43 Jahren Haft verurteilt worden, hieß es am Rande des Prozesses. Nach etwa vier Jahren im Gefängnis sei er auf freien Fuß gekommen.