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IGA-Seilbahn könnte doch öffentliches Verkehrsmittel werden

Seilbahn über dem Gelände der Internationalen Gartenbauausstellung. Foto: Britta Pedersen/Archiv
Seilbahn über dem Gelände der Internationalen Gartenbauausstellung. Foto: Britta Pedersen/Archiv FOTO: Britta Pedersen
Berlin. Die für die Internationale Gartenausstellung (IGA) gebaute Seilbahn in Berlin-Marzahn könnte in Zukunft entgegen früherer Pläne doch als öffentliches Verkehrsmittel dienen. Zwar sei sie explizit nicht für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) konzipiert und könne daher auch von privaten Anbietern betrieben werden, heißt es in der Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg. Gleichwohl werde sich ab kommendem Jahr eine Arbeitsgruppe mit der möglichen Einbindung der Seilbahn in die Tarifstruktur des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg befassen. dpa

Die Seilbahn wurde von der Leitner AG aus Südtirol als Attraktion für die IGA gebaut. Nach dem Ende der Gartenausstellung betreibt das Unternehmen die Seilbahn seit 1. Dezember im Auftrag der landeseigenen Berlin Grün GmbH. Der Vertrag läuft bis 2020.

Bei der Prüfung, ob danach eine Eingliederung in den ÖPNV in Frage kommt, seien nicht zuletzt Erlöse, Kosten und ein möglicher zusätzlicher Nutzen im vorhandenen Verkehrsnetz zu betrachten, hieß es nun von der Verkehrsverwaltung. Zu berücksichtigen sei dabei auch, dass Buslinien bereits eine sehr gute Anbindung der Gärten der Welt sicherstellten. Noch im August hatte die Verkehrsverwaltung erklärt, Seilbahnen hätten „kein Potenzial“ als öffentliches Verkehrsmittel.

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