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IG Metall will sechs Prozent mehr Geld und mehr Zeit

Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall weht vor blauem Himmel. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv
Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall weht vor blauem Himmel. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv FOTO: Daniel Bockwoldt
Radebeul. Mit einer Forderung nach sechs Prozent mehr Geld und freierer Arbeitszeitwahl geht die IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen in die kommende Tarifrunde. Bei einer Sitzung der Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in den drei ostdeutschen Ländern forderten die Gewerkschafter am Dienstag in Radebeul eine Wahloption für Arbeitszeitmodelle. dpa

„Wir wollen deutliche Einkommensverbesserungen und mehr Verfügungsmöglichkeiten über die Zeit“, sagte Bezirksleiter Olivier Höbel. Für Beschäftigte im Schichtbetrieb oder solche, die Angehörige pflegen oder Kinder betreuen, solle es einen Teil-Entgeltausgleich geben, wenn sie die Arbeitszeit reduzieren.

Die Digitalisierung fordere von den Beschäftigten Flexibilität in bisher nicht gekanntem Ausmaß. „Dies ist unaufhaltsam, aber die Unternehmen sollen darüber nicht allein entscheiden“, sagte Höbel. Deshalb müssten die Arbeitnehmer „mehr Selbstbestimmung über ihre Arbeitszeit gewinnen“.

Für Berlin und Brandenburg beginnen die Tarifverhandlungen am 15. November in der Bundeshauptstadt, die für Sachsen zwei Tage später in Radebeul.