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Ganztägige Warnstreiks
Arbeitgeber: IG Metall gefährdet Betriebsfrieden

Das Logo der IG Metall. Foto: Sebastian Gollnow
Das Logo der IG Metall. Foto: Sebastian Gollnow FOTO: Sebastian Gollnow
Leipzig. Jetzt wollen die Metaller bis zu 24 Stunden streiken: Der Tarifkonflikt in der Branche spitzt sich zu. Die Arbeitgeber warnen vor den Folgen, die auch völlig unbeteiligte Unternehmen treffen könnten. dpa

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat der IG Metall zum Auftakt der Warnstreiks eine Gefährdung des Betriebsfriedens vorgeworfen. Die Streiks seien nicht nur rechtlich äußerst fragwürdig, sondern auch völlig unangemessen, sagte Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost, am Mittwoch in Leipzig. Tarifverträge sollten den Betriebsfrieden sichern. „Die IG Metall versucht jedoch, ihre überzogenen Forderungen in einer Art und Weise durchzusetzen, die den Betriebsfrieden über einen Tarifabschluss hinaus beschädigen könnte“, erklärte Pätz.

Die Gewerkschaft verlangt sechs Prozent mehr Geld und Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden. Die IG Metall hatte bundesweit zu 24-stündigen Warnstreiks aufgerufen.

Der Unternehmerverband warf der Arbeitnehmervertretung zudem vor, „die Volkswirtschaft insgesamt fahrlässig zu schädigen“. Die Folgeschäden, die die Streiks anrichteten, seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Pätz. Mit der Forderung nach einer Lohnsteigerung um sechs Prozent habe die IG Metall „den Bezug zur ökonomischen Realität verloren und lebe in einer Fantasiewelt“.