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IG Metall plant ganztägigen Warnstreik bei MAN in München

Berlin. Nach dem ergebnislosen Abbruch der fünften Metall-Tarifverhandlung in Baden-Württemberg will die IG Metall den Arbeitskampf auch in Berlin, Brandenburg und Sachsen verschärfen. In mehreren Betrieben werde in der kommenden Woche zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen, kündigte der Vorstand am Samstag an. Zusätzlich würden Urabstimmungen zu Flächenstreiks vorbereitet. dpa

Nach dem ergebnislosen Abbruch der fünften Tarifverhandlungsrunde in der Metall- und Elektroindustrie plant die IG Metall auch einen ganztägigen Warnstreik beim Lastwagenbauer MAN in München. „Die Arbeitgeber müssen verstehen, dass wir es ernst meinen. Der Kuschelkurs ist vorbei“, teilte die IG Metall in Bayern am Samstagabend mit. Die Gewerkschaft bereite ein Mitgliedervotum bei MAN vor. „Stimmen die Mitglieder der IG Metall im Betrieb zu, gibt es Mitte der Woche bei MAN Streik.“ Am ganzen Standort würden Anfang der Woche Urnen aufgestellt.

Die IG Metall verlangt für die insgesamt rund 3,9 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld und die Möglichkeit, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken können. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder und pflegende Familienangehörige sollten einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Das lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab.