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„Herwart“ verschont Brandenburg weitgehend: Herbst ist da

Herbstlich gefärbte Blätter eines Baumes nahe dem Ort Mallnow. Foto: Patrick Pleul
Herbstlich gefärbte Blätter eines Baumes nahe dem Ort Mallnow. Foto: Patrick Pleul FOTO: Patrick Pleul
Potsdam. Das Sturmtief „Herwart“ hat am Wochenende in Brandenburg etliche Bäume entwurzelt, nach ersten Informationen des Landesbetriebes Forst in den Wäldern aber geringere Schäden verursacht als der Vorgängersturm „Xavier“ Anfang Oktober. Das liege vermutlich daran, dass die Windspitzen etwas niedriger waren, hieß es am Montag im Potsdamer Agrarministerium. Zum anderen haben die Bäume seit Anfang Oktober mehr Laub verloren. Sie bieten dem Wind damit weniger Angriffsfläche. dpa

Die Brandenburger Polizei musste am Wochenende rund 150 Mal wegen der Folgen des Sturmtiefs „Herwart“ ausrücken. Beispielsweise seien Straßenabschnitte wegen umgestürzter oder entwurzelter Bäume gesperrt worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Montag. Verletzte habe es in Brandenburg glücklicherweise nicht gegeben. Das Land sei bei dem Unwetter glimpflich davongekommen.

Die in den Wäldern angerichteten Schäden seien noch nicht zu beziffern, sagte ein Sprecher des Agrarministeriums. Aus den Forstbezirken gingen jetzt nach und nach die Meldungen ein. Derzeit seien die Mitarbeiter noch dabei, die Schäden von Sturms „Xavier“ zu beseitigen.

Bei „Xavier“ wurde im Brandenburger Wald ein Gesamtschaden von einer Million Festmeter angerichtet. Im Jahr werden normalerweise etwa 4,5 Millionen Festmeter Holz im Durchschnittswert von rund 48 Millionen Euro geerntet.

Vor dem Herbst gibt es jetzt in Brandenburg kein Entkommen mehr. In Bodennähe muss nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam nun auch schon mit ersten Nachfrösten gerechnet werden. „In den kommenden Tagen ist es meist bewölkt, zeitweise wird es auch regnen“, sagte ein DWD-Meteorologe. Wärmer als 10 bis 12 Grad wird es nicht werden.