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Herthas „Ruhepol“: Keeper Jarstein verlängert vorzeitig

Herthas Torhüter Rune Jahrstein gestikuliert. Foto: Jörg Carstensen/Archiv
Herthas Torhüter Rune Jahrstein gestikuliert. Foto: Jörg Carstensen/Archiv FOTO: Jörg Carstensen
Berlin. Der Berliner Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat den bis 2019 laufenden Vertrag mit seinem Torhüter Rune Jahrstein verlängert. Das teilte der Verein am Donnerstag mit. Zur Dauer des neuen Kontraktes mit dem 33-Jährigen äußerte sich Hertha zunächst nicht. Von Florian Lütticke und Andreas Zellmer, dpa

Nach seinem ersten halben Jahr bei Hertha BSC stand Rune Jarstein schon wieder vor dem Absprung. Nun kann seine Berliner Zeit für den Norweger Torhüter gar nicht lange genug dauern. Vor dem Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln verlängerte der 33-Jährige seinen bis 2019 laufenden Vertrag beim Hauptstadtclub vorzeitig. „Ich bin sehr glücklich bei Hertha BSC und in Berlin. Der Verein, das Umfeld und unsere Fans sind super“, sagte der Schlussmann und hofft auf eine längere Zukunft in der Hauptstadt. „Es ist mein Ziel, noch bis 40 bei Hertha zu spielen.“ Medienberichten zufolge endet der neue Kontrakt nun 2021.

Dieses Versprechen wollte Geschäftsführer Michael Preetz bei der Pressekonferenz am Donnerstag zwar nicht abgeben - sieht den 51-maligen Nationalkeeper Norwegens aber auch langfristig als Nummer eins. Der Club könne sich gut vorstellen, dass Jarstein „seinen Stellenwert als Nummer eins und als der Ruhepol in der Mannschaft und als derjenige, der von hinten gut das Spiel eröffnen kann, noch einige Jahre für Hertha zeigen wird.“

Dabei fing seine Berliner Zeit für Jarstein keinesfalls vielversprechend an. Als erfahrenen Schlussmann verpflichtete Hertha den Schlussmann im Winter 2014 als Ersatz und Konkurrenz für Thomas Kraft. Innerhalb der ersten Monate rutschte Jarstein allerdings „in den Rang einer Nummer fünf“ ab, erinnerte Preetz.

Doch mit der Verpflichtung von Torwart-Trainer Zsolt Petry im Sommer vor knapp vier Jahren stieg auch bei Jarstein wieder das Selbstbewusstsein. Nach einer Verletzung von Kraft im September 2015 stieg er zur Nummer eins auf - und gab diese Rolle nicht wieder ab. „Rune ist ein sehr ehrgeiziger, im positiven Sinne vielleicht ein wenig besessener Spieler, der sich immer verbessern will“, lobt Petry seinen Schützling.

In dieser Saison durfte Ersatzmann Kraft, der sich tadellos in seine Rolle gefügt hat, zumindest in der Europa League ran. Auch bei drei Einsätzen in der Bundesliga, als Jarstein mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausfiel, sprang der 29-Jährige ein. „Wir haben heute zwei Bundesligatorhüter, die jederzeit spielen können“, sagte Preetz.

Gegen Köln wird nun natürlich wieder Jarstein im Tor stehen. Im Duell mit dem Tabellenletzten muss Coach Pal Dardai allerdings auf Verteidiger Jordan Torunarigha (Hüftprellung) und voraussichtlich auch Defensivallrounder Fabian Lustenberger (Knieprobleme) verzichten.

Bei nur einem Sieg und drei eigenen Toren in den vergangenen sieben Spielen hat sich Dardai noch nicht entschieden, ob er bei den Rheinländern mit einem oder zwei Stürmern beginnen will. „Die ersten 20 Minuten werden enorm wichtig. Wir werden unsere Chance haben, in Führung zu gehen“, sagte der Ungar. „Dann müssen wir nachgehen, das ist Psychologie. Für Köln ist es wahrscheinlich die letzte Chance.“

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