| 17:51 Uhr

Heimat-Vorbereitung als gutes Rückrunden-Omen für Hertha

Herthas Trainer Pal Dardai. Foto: Marius Becker/Archiv
Herthas Trainer Pal Dardai. Foto: Marius Becker/Archiv FOTO: Marius Becker
Berlin. Noch ohne Mitchell Weiser und Karim Rekik ist Hertha BSC in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga gestartet. Das zum Hinrundenabschluss angeschlagene Duo fehlte beim ersten Training am Dienstagnachmittag und wird voraussichtlich auch die einzigen Tests des Berliner Fußball-Bundesligisten beim Wintercup am Samstag in Bielefeld verpassen. Von Florian Lütticke, dpa

Berliner Schmuddelwinter statt Kurztrip in die Sonne: Den Verzicht auf ein Trainingslager wertete Pal Dardai gleich nach der ersten Übungseinheit des neuen Jahres als gutes Omen für eine erfolgreiche Rückrunde von Hertha BSC. Da bereits am 13. Januar das erste Pflichtspiel beim VfB Stuttgart ansteht, bleibt der Berliner Fußball-Bundesligist dieses Jahr in der Heimat. „Ich versuche immer, positiv zu bleiben. Meiner Erinnerung nach sind wir einmal unter Huub Stevens auch hier geblieben“, sagte Dardai bei Nieselregen und sechs Grad. „Ich glaube, das war die beste Rückrunde von Hertha BSC.“

Der Wunsch nach Konstanz ist groß beim Tabellenzehnten. Seit dem Wiederaufstieg spielten die Berliner in den vergangenen vier Saisons stets eine schlechtere Rück- als Hinserie, brachen nach Punkten gerechnet teils deutlich ein. Doch bei der Frage nach seinen sportlichen Vorsätzen für das neue Jahr ließ sich Dardai keine Kampfansage entlocken: „Nur immer das nächste Spiel zu gewinnen.“

Mit Blick auf den Rückrundenstart steht dem Coach dafür ein großer Kader zur Verfügung, bei der ersten Einheit waren insgesamt 24 Feldspieler und vier Torhüter auf dem Platz. Die zum Hinrundenabschluss noch angeschlagenen Mitchell Weiser (Sprunggelenk) und Karim Rekik (Fußprellung) fehlten dagegen noch und werden voraussichtlich auch die einzigen Tests am Samstag in Bielefeld verpassen.

„Mitch und Karim werden wahrscheinlich noch nicht spielen, aber danach sind sie wieder bei uns“, kündigte Dardai an. Zum Wintercup in Ostwestfalen, bei dem Hertha zunächst auf Ligakonkurrent 1. FC Köln trifft, will der Ungar mit 22 Spielern reisen, um zwischen den beiden Partien komplett durchwechseln zu können.

Trotz der Größe des Aufgebots und dem Aus in der Vorrunde der Europa League will Hertha voraussichtlich aber keine jungen Spieler ausleihen, um diesen noch mehr Spielpraxis auf Profiniveau zu verschaffen. Auch wenn diese Vielzahl an Akteuren „schwierig“ für einen Trainer sei, wie Dardai erklärte.

„30 Spieler - das ist pädagogisch nicht gesund, aber Teamgeist und Respekt sind wichtig“, sagte der 41-Jährige. „Wenn jemand Probleme hat, soll er zunächst zu mir kommen. Aber es ist jetzt so, das muss man akzeptieren. Profifußballer werden dafür bezahlt, da müssen sie leiden, das gehört dazu.“

In den kommenden Tagen will der Trainer Zweikämpfe und das Kombinationsspiel in den Vordergrund stellen. Am Mittwoch geht es für die Spieler nach den Weihnachtstagen auf die Waage - doch schon zuvor gab Dardai erste Fitness-Entwarnung: „Sie sehen gut aus, beim Laufen hat man gesehen, dass sie gut gearbeitet haben.“

Spielplan Hertha BSC

Kader Hertha BSC

Bundesliga-Tabelle

Hertha-Vorschau

Hertha-Termine