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Hausexplosion in Spandau: Staatsanwaltschaft ermittelt

Rettungskräfte untersuchen die Trümmer eines eingestürzten Hauses. Foto: Maurizio Gambarini
Rettungskräfte untersuchen die Trümmer eines eingestürzten Hauses. Foto: Maurizio Gambarini FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. Der Grund für die Explosion eines Hauses in Berlin-Spandau soll nach einem Zeitungsbericht entwichenes Gas aus einer Fußbodenheizung gewesen sein. Die Zeitung „B.Z.“ schrieb am Mittwoch, die Fußbodenheizung sei mit einer Propangasanlage betrieben worden und habe ein Leck gehabt. Die Polizei bestätigte das zunächst nicht und verwies auf die noch laufenden Untersuchungen. Mit Ergebnissen sei am Mittwoch noch nicht zu rechnen, sagte ein Sprecher. dpa

Nach dem Einsturz eines Hauses in Berlin-Spandau hat die Berliner Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Es gehe um die fahrlässige Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, teilte die Justizbehörde am Donnerstagnachmittag mit.

„Das bedeutet nur, dass wir keine Hinweise auf einen Vorsatz haben“, sagte ein Sprecher. Ein Haus stürze aber auch nicht einfach so ein. Nach vorläufiger Einschätzung eines Gutachters sei die wahrscheinliche Explosionsursache ein Leck an der Heizungsanlage im Hauswirtschaftsraum des Gebäudes gewesen.

Das zweistöckige Haus im Ortsteil Staaken war am Montagabend eingestürzt. Ein fünfjähriger Junge wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Ein sieben Jahre alter Junge und die Eltern im Alter von 40 und 47 Jahren erlitten nur leichte Verletzungen.

Vermutungen, dass entwichenes Gas die Ursache der Explosion ist, gibt es seit Tagen. Die Polizei hatte das zunächst nicht bestätigt und auf die noch laufenden Untersuchungen verwiesen. Das Haus hatte keinen Anschluss an eine Erdgasleitung. Möglicherweise kam das Gas für die Heizung aber aus einer Gasflasche.

Twitteraccount der Berliner Feuerwehr

Mitteilung der Feuerwehr

Tweet der Generalstaatsanwaltschaft