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Hausarzt-Suche kann Geduldsspiel werden: Aufnahmestopp

Ein Hausarzt misst einer Patientin den Blutdruck. Foto: Bernd Weißbrod/Archiv
Ein Hausarzt misst einer Patientin den Blutdruck. Foto: Bernd Weißbrod/Archiv FOTO: Bernd Weissbrod
Berlin. Aufnahmestopp, wochenlange Wartezeiten, Behandlung nur im Notfall: Die Suche nach einem passenden Arzt wird in Berlin zunehmend zum Geduldsspiel. Nicht nur am Jahresende, wenn viele Praxen geschlossen sind, kann eine rasche ambulante Versorgung nah am Wohnort nicht immer gewährleistet werden. Ein Grund für die Engpässe liegt im starken Zuzug, aber auch an der immer noch ungleichen Verteilung von Haus- und Facharzt-Praxen in den einzelnen Bezirken. dpa

Bisher seien keine hausärztlichen Praxen bekannt, die keine Patienten mehr aufnehmen, heißt es offiziell bei der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin. Ein Praxistest fällt anders aus. Im Stadtteil Prenzlauer Berg, beliebt bei vielen Neu-Berlinern, laufen Patienten oft schon am Telefon auf. Ein Termin? Keine Kapazitäten. Die einzige Möglichkeit sei die Akut-Sprechstunde - ohne dabei in den regulären Patientenstamm aufgenommen zu werden. Selbst im eher beschaulichen Friedenau sind manche Hausärzte frustriert, nachdem Kollegen ihre Praxen ohne Nachfolger schlossen. Sie nehmen keine neuen Patienten mehr an, weil ihr eigener Stamm sonst zu groß würde, und sprechen von Hausärztemangel.