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Gurlitt-Forscher finden neuen Fall von NS-Raubkunst

Das Namensschild ist an der Tür zum Haus von Gurlitt zu sehen. Foto: B. Gindl/Archiv
Das Namensschild ist an der Tür zum Haus von Gurlitt zu sehen. Foto: B. Gindl/Archiv FOTO: Barbara Gindl
Berlin. Bei der Erforschung der spektakulären Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt ist erneut ein Fall von NS-Raubkunst nachgewiesen worden. Die Experten konnten ein Frauenporträt des französischen Malers Thomas Couture (1815-1879) als Eigentum des hochrangigen jüdischen Politikers und Nazi-Gegners Georges Mandel identifizieren, wie sie am Mittwoch mitteilten. Ein winziges repariertes Loch in dem Gemälde habe auf die Spur Mandels geführt, hieß es. dpa

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sprach von einem wichtigen Ergebnis. Sie hoffe sehr, dass das Bild schnell an die Nachkommen des ursprünglichen Besitzers zurückgegeben werden könne.

Es ist der sechste Fall, in dem bei der 2012 beschlagnahmten Gurlitt-Sammlung NS-Unrecht nachgewiesen werden konnte. Die Entdeckung des riesigen Kunstschatzes in München und Salzburg hatte international für Aufsehen gesorgt. Der Fund wird ab Anfang November in einer Doppelausstellung im Kunstmuseum Bern und in der Bundeskunsthalle Bonn erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.