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| 17:09 Uhr

Bildung
Grundschullehrer in Berlin kriegen bald deutlich mehr Geld

Grundschullehrer in Berlin können künftig, zumindest auf ihrem Gehaltszettel, auch mit größeren Zahlen rechnen.
Grundschullehrer in Berlin können künftig, zumindest auf ihrem Gehaltszettel, auch mit größeren Zahlen rechnen. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Berlin. Streiken hat sich für Berliner Grundschullehrer gelohnt. Sie werden künftig deutlich besser verdienen und damit fast so viel Gehalt wie ihre Kollegen an Gymnasien bekommen.

Nachdem neu eingestellte Grundschullehrer bereits seit einem knappen Jahr brutto 500 Euro mehr erhalten, sollen ab August 2019 auch Kollegen mit Berufserfahrung in den Genuss des höheren Gehalts kommen.Diese Einigung stellten Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und die Berliner Vorsitzende der Gewerkschaft GEW, Doreen Siebernik, am Dienstag gemeinsam vor.

Durch die neue Regelung können rund 5600 Grundschullehrer in die Entgeltgruppe 13 aufsteigen - und dadurch ähnlich viel verdienen wie ihre Kollegen an Gymnasien und Sekundarschulen. „Das bedeutet für mich auch persönlich eine stärkere Wertschätzung der Arbeit von Grundschullehrkräften“, sagte Scheeres. Durch die Angleichung der Gehälter rechne sie mit Mehrkosten von 55,3 Millionen Euro pro Jahr.

Scheeres erhofft sich von der Gehaltssteigerung, dass Lehrer aus anderen Bundesländern nach Berlin kommen. Der höhere Verdienst gelte deshalb auch für solche Bewerber, die verbeamtet worden seien. An den Grundschulen der Hauptstadt herrscht seit Jahren Personalmangel. Immer häufiger stehen Quereinsteiger oder Gymnasiallehrer am Pult.

Gewerkschafts-Chefin Siebernik erklärte, die höhere Vergütung sei das Ergebnis eines erfolgreichen Engagements der Lehrer. „Wir haben 28 Streiktage auf die Straße gebracht. Heute ist ein guter Tag für Berlin“, sagte sie.

(dpa)