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Gesundheitssenatorin kündigt Zulagen für Amtsärzte an

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Britta Pedersen/Archiv
Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Britta Pedersen/Archiv FOTO: Britta Pedersen
Berlin. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund kritisiert große Lücken in den Berliner Gesundheitsämtern. Aktuell seien im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) 500 Stellen nicht besetzt, davon 55 Arztpositionen, teilte der Landesverband Berlin-Brandenburg der Ärztegewerkschaft am Montag in Berlin mit. Die seit Jahren bekannte Unterbesetzung habe sich zuletzt noch verschärft. Das führe zum Beispiel zu Verzögerungen bei Einschulungsuntersuchungen, Förderbedarf bei Kindern könne so zu spät erkannt werden. dpa

Angesichts des Personalmangels bei Amtsärzten hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) die Zahlung von Zulagen angekündigt. Man werde in Berlin vorerst „einen eigenen Weg gehen, und die Gehaltslücke durch Zulagen schließen“, erklärte Kolat am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Senat habe aber weiter die Absicht, den Tarifvertrag für Ärzte an Kliniken auf den öffentlichen Gesundheitsdienst zu übertragen. Noch lehne der Arbeitgeberverband Tarifgemeinschaft der Länder dies jedoch ab.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund beklagte am Montag einen zunehmenden Personalmangel in dem Bereich und forderte mehr Lohn für Amtsärzte. Sie verdienten im Schnitt 1000 Euro weniger als Klinikärzte. Amtsärzte sind etwa für Schuleingangsuntersuchungen und die Einhaltung der Hygiene in Kliniken zuständig.