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Gerber: Braunkohle unverzichtbar für stabile Versorgung

Potsdam. Mit einer Studie der Uni Cottbus zur Bedeutung der Braunkohle will sich Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Geber (SPD) in der anhaltenden Klimaschutzdebatte wappnen. Die Untersuchung im Auftrag des Ministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass konventionelle Kraftwerke und insbesondere die Braunkohle mindestens bis zum Jahr 2023 einen unverzichtbaren Beitrag für eine stabile Stromversorgung in Deutschland leisten. „Kurzfristig ist daher ein Abschalten nicht möglich“, heißt es in der Kurzanalyse. dpa

„Die Studie zeigt, dass wir die Braunkohle als Brückentechnologie noch benötigen“, erklärte Gerber am Dienstag. „Darüber sollte sich auch die Bundesregierung im Klaren sein. Mittelfristig kann eine stabile und sichere Stromversorgung nicht allein über erneuerbare Energien gewährleistet werden. Dafür fehlen sowohl die technischen Lösungen als auch die Anreize.“

Die rot-rote Koalition im Landtag hatte in ihrem Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart, den Kohlendioxidausstoß bis zum Jahr 2030 um 72 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Vergangenes Jahr erklärte Gerber dann, die Ziele müssten gesenkt werden. Hintergrund ist unter anderem, dass das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde länger als geplant laufen soll und der Verkehr stärker als erwartet zugenommen hat.

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