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Gefängnisstrafe für Pöbeleien gegen Berliner Rettungskräfte

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv FOTO: David-Wolfgang Ebener
Berlin. Weil er Rettungskräfte bei einem Einsatz in Berlin-Neukölln attackiert hatte, ist ein 31-Jähriger zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Der vorbestrafte Angeklagte habe drei Helfer massiv beschimpft, bedroht, einen Rettungsassistenten bespuckt und einen rund 15 Kilogramm schweren Einsatzrucksack in Richtung der Sanitäter geworfen, hieß es am Donnerstag in der Begründung des Amtsgerichts Tiergarten. Der 31-Jährige habe sich der Beleidigung, Bedrohung sowie der versuchten Körperverletzung schuldig gemacht. dpa

Die Rettungskräfte waren im Dezember 2016 in die Wohnung der aus der Türkei stammenden Familie des 31-Jährigen gerufen worden. Die Ex-Frau des Angeklagten hatte Probleme ihres Schwiegervaters gemeldet und auch häusliche Gewalt - „obwohl es die wohl nicht gab“, sagte der Richter. Als die Helfer an der Tür standen und zunächst fragten, was passiert sei, „sah der Angeklagte rot“. Dabei habe er Drohungen ausgestoßen, „wie es schlimmer kaum geht“.

Der Anklage zufolge soll der vielfach vorbestrafte Mann Pöbeleien wie „ich töte euch alle, ich kill dich und deine Familie“ gerufen haben. Ein Rettungssanitäter habe den geworfenen Rucksack abwehren können.

Der angelernte Fußbodenleger hatte ein „Fehlverhalten“ zugegeben. Sein Verteidiger verlangte eine Bewährungsstrafe. Das Gericht sah aber keine „positive Prognose“ und folgte im Wesentlichen der Staatsanwältin.