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Gedenktafel für verfolgte Berliner Richter während NS-Zeit

Der Präsident des Oberverwaltungsgerichtes Joachim Buchheister. Foto: K.-D. Gabbert/Archiv
Der Präsident des Oberverwaltungsgerichtes Joachim Buchheister. Foto: K.-D. Gabbert/Archiv FOTO: Klaus-Dietmar Gabbert
Berlin. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erinnert jetzt mit einer Gedenktafel an Richter, die von den Nationalsozialisten aus ihrem Amt vertrieben wurden. 14 Juristen seien 1933 und 1934 am damaligen Preußischen Oberverwaltungsgericht entlassen, zwangsweise in den Ruhestand versetzt, degradiert oder zwangsversetzt worden, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Damit sei fast ein Viertel der damaligen Richter aus rassistischen oder politischen Gründen aus dem Amt entfernt worden. dpa

Gerichtspräsident Joachim Buchheister sagte, die Geschichte könne eine Warnung vor Populismus, einfachen Parolen und vor allem eine Warnung vor Ausgrenzung sein. Die damaligen Ereignisse zeigten, wie zerbrechlich eine gesellschaftliche Basis sein könne. „Die Tafel ist deshalb nicht nur eine Erinnerung an gestern, sondern zugleich eine Mahnung für heute.“

Im Vorjahr waren bereits Stolpersteine vor dem Gebäude an der Hardenbergstraße nahe dem Berliner Bahnhof Zoo verlegt worden. Drei Richter hatten laut Gericht die NS-Herrschaft nicht überlebt.