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Freigelassener angeblicher Islamist wieder gefasst

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv
Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv FOTO: Armin Weigel
Berlin. Der vor kurzem gefasste und wieder freigelassene angebliche islamistische Gefährder aus Tunesien ist erneut in Berlin festgenommen worden. Das teilte die dortige Polizei am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Alle weiteren Maßnahmen zur Sicherung einer Abschiebung erfolgen aktuell abgestimmt zwischen der Polizei Sachsen und der Polizei Berlin“, heißt es dort. Hintergrund der Aktion ist offensichtlich ein in Sachsen laufendes Abschiebeverfahren gegen den Mann, der sich laut Polizei mehr als 20 Aliasnamen zugelegt hat, um seine Identität zu verschleiern. dpa

Er war am 3. Dezember wegen Drogenhandels festgenommen worden. Seinerzeit wurde laut Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Handels mit Betäubungsmitteln eingeleitet, danach kam der Festgenommene wieder frei. Der Tunesier sei weder in Berlin noch in einem anderen Bundesland als Gefährder eingestuft, hieß es. Allerdings sei der Begriff im Zusammenhang mit einem Abschiebeverfahren der Ausländerbehörde in Sachsen vom beteiligten Berliner Amtsgericht Tiergarten verwendet worden - „ohne dass polizeiliche Erkenntnisse für diese Einstufung vorlagen“.

Wegen des Abschiebeverfahrens seien für alle weiteren Informationen die sächsischen Behörden zuständig, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei, ohne weitere Einzelheiten mitzuteilen. Die Sicherheitskräfte in der Bundeshauptstadt hätten bei der Festnahme Amtshilfe für den Freistaat geleistet. Weder von der sächsischen Polizei noch von der Zentralen Ausländerbehörde in Chemnitz war am Samstag Näheres zu dem Fall zu erfahren.

Tweet der Polizei Berlin