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FDP will mehr Tiefgaragen in Berlin

Der infrastrukturpolitische Sprecher der FDPin Berlin, Henner Schmidt. Foto: Soeren Stache/Archiv
Der infrastrukturpolitische Sprecher der FDPin Berlin, Henner Schmidt. Foto: Soeren Stache/Archiv FOTO: Soeren Stache
Berlin. Die Berliner FDP macht sich für mehr Tiefgaragen in der Stadt stark. Die Liberalen versprechen sich so eine Entlastung für viele Menschen bei der Parkplatzsuche. „Die Berlinerinnen und Berliner suchen im Mittel 62 Stunden pro Jahr einen Parkplatz, gleichzeitig werden Flächen immer knapper“, sagte der infrastrukturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, Henner Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Bereitstellung von Tiefgaragenplätzen würde die Situation deutlich entschärfen.“ Parkraum würde unter die Erde verlagert, während oberirdisch zusätzliche Flächen für Rad- und Fußwege oder Ladezonen frei würden. dpa

Die FDP will einen Antrag in das Abgeordnetenhaus einbringen, in dem der Senat aufgefordert wird, ein Tiefgaragenkonzept zu entwickeln. Dabei geht es um die Verlagerung bestehender Plätze in den Untergrund ebenso wie um zusätzliche Plätze. Als mögliche Standorte sieht die FDP den Olivaer Platz oder den Hardenbergplatz.

Bauen und Betreiben sollen die Tiefgaragen private Investoren. „Ziel muss dabei sein, eine vollständig private Finanzierung zu erreichen und das Land Berlin weder mit einem Investitionsrisiko noch einem Betriebsrisiko zu belasten“, heißt es im Antrag. Andere europäische Großstädte wie Madrid, Barcelona oder Paris hätten gezeigt, dass auf diese Weise eine spürbare Entlastung des Straßenraums erreicht werden könne. Zudem würden durch Tiefgaragen die Emissionen des „Parksuchverkehrs“ wie Abgase und Lärm deutlich reduziert.