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FDP fordert Ombudsstelle für Kinderbetreuung in Berlin

Der Abgeordnete Paul Fresdorf (FDP). Foto: Sophia Kembowski/Archiv
Der Abgeordnete Paul Fresdorf (FDP). Foto: Sophia Kembowski/Archiv FOTO: Sophia Kembowski
Berlin. Die Berliner FDP fordert den Aufbau einer Ombudsstelle für die Kinderbetreuung in Berlin. Nach den Vorstellungen der Liberalen soll sie Eltern als Anlaufstelle dienen bei Problemen und Beschwerden im Hinblicke auf die Arbeit von Kitas, Horten oder Jugendämtern. Zudem soll die Stelle in Streitfällen vermitteln, Beschwerdegründe langfristig dokumentieren und so dabei helfen, die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern. dpa

„Vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt geht es nicht mehr nur um Quantität, sondern auch um die Qualität der Kindertagesbetreuung“, sagte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Paul Fresdorf, der Deutschen Presse-Agentur. „Daher ist eine unabhängige Ombudsstelle für Eltern mit Konflikten im Zusammenhang mit der Tagesbetreuung ihrer Kinder entlastend für alle Beteiligten.“

Die zunächst als Pilotprojekt gestartete Ombudsstelle Berliner Jugendhilfe sei inzwischen so erfolgreich, dass sie an die Grenze ihrer Beratungskapazitäten stoße und mehr Personal brauche. „Dieses Erfolgsmodell kann als best practice für eine unabhängige Ombudsstelle Kindertagesbetreuung dienen“, so Fresdorf.

Die FDP will ihr Anliegen in das Abgeordnetenhaus einbringen. Aktuell gibt es in Berlin allein 2500 Kitas mit rund 170 000 Plätzen. Da der Bedarf weiter steigt, sollen es 2021 bereits mehr als 190 000 sein.