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Berlin
Fast 42 000 landeseigene Wohnungen unter Asbest-Verdacht

Ein Wohnblock in Berlin (Arcivfoto). Knapp 42 000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stehen in Verdacht, mit Asbest belastet zu sein.
Ein Wohnblock in Berlin (Arcivfoto). Knapp 42 000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stehen in Verdacht, mit Asbest belastet zu sein. FOTO: Jens Kalaene / dpa
Berlin. Knapp 42 000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stehen in Verdacht, mit Asbest belastet zu sein. Die meisten von ihnen gehörten mit 19 711 zur Degewo, gefolgt von der Gewobag mit 17 100, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto mit. Insgesamt gehe es um 41 585 Wohnungen. dpa

Am stärksten sind den Angaben zufolge die Bezirke Neukölln (8305), Tempelhof-Schöneberg (8087) und Spandau (5767) betroffen. In den Jahren 2016 und 2017 seien 6840 asbestbelastete Wohnungen saniert worden, davon die meisten bei der Gewobag (3993) und Degewo (1250).

Im Januar hatten die Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen den Senat aufgefordert, ein Register aller asbestverseuchten Gebäude aufzubauen und Sanierungsstrategien zu entwickeln. Asbest wurde jahrzehntelang in Wohn- und Bürohäusern, Schulen und anderen Gebäuden verbaut. Wenn die Fasern freigesetzt werden, besteht die Gefahr des Einatmens durch Menschen und daraus resultierender Krebserkrankungen. Daher ist der Einsatz des Stoffes seit 1993 in Deutschland verboten.

Antwort auf parlamentarische Anfrage