| 15:17 Uhr

Falsche Anschuldigungen: Großmutter und Enkel verurteilt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv FOTO: David-Wolfgang Ebener
Berlin. Aus Rache haben eine 81-Jährige und ihr Enkelsohn mit erfundenen Anschuldigungen Ermittlungen gegen die Ex-Freundin des Mannes ausgelöst. Wegen falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung sind sie dafür am Dienstag verurteilt worden. Gegen die Großmutter verhängte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten eine Strafe von 1800 Euro. Der vielfach vorbestrafte 38 Jahre alte Mann erhielt acht Monate Haft ohne Bewährung. dpa

Die geständigen Angeklagten hatten im Januar 2016 in einem anonymen Brief an die Polizei die Ex-Partnerin des Enkels bezichtigt, Mutter eines in einer Babyklappe tot aufgefundenen Säuglings zu sein. Die Frau, die nichts mit dem Fall zu tun habe, sei festgenommen worden und habe sich für eine Nacht in Haft befunden, so das Gericht. Der Enkel hatte zuvor erklärt, er sei für die Tat verantwortlich und habe seine Oma überredet, ihm zu helfen. Weil er sich in Haft befand, habe sie den Brief nach seinen Angaben auf einer Schreibmaschine getippt.