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Etwas mehr Schäden bei Waldbäumen

Ein Mann geht in Berlin durch einen winterlichen Wald spazieren. Foto: Maurizio Gambarini
Ein Mann geht in Berlin durch einen winterlichen Wald spazieren. Foto: Maurizio Gambarini FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. Wetterextreme, Stickstoffe aus Verkehr und Landwirtschaft, Schädlinge: Viele verschiedene Faktoren können Bäumen zusetzen. Wie sich der Berliner Wald zuletzt entwickelt hat, ist nun wieder nachzulesen. Den Waldzustandsbericht 2017 präsentiert Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) heute. Mit Hilfe von Stichproben wird der Zustand des Waldes seit 1991 beobachtet. Im vergangenen Jahr hieß es, Berlins Wälder seien so gesund wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Waldfläche mit deutlichen Schäden sank auf elf Prozent. Auch in den Jahren zuvor hatte sich der Zustand relativ kontinuierlich verbessert. Wälder bedecken nach Angaben der Umweltverwaltung fast ein Fünftel (18 Prozent) der Stadtfläche. dpa

Berliner Waldbäume haben teils unter der Trockenheit der vergangenen beiden Jahre gelitten. Sichtbare Schäden an den Baumkronen haben zugenommen, insbesondere bei Eichen, wie aus dem Waldzustandsbericht 2017 hervorgeht. Der auf Stichproben von knapp 1000 Bäumen basierende Report ist am Donnerstag vorgestellt worden. Der Wald sei in gutem Zustand, aber er habe sich nicht zum Positiven verändert, sagte Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne). Der Bericht erscheint seit 1991 und wies seit 2006 relativ kontinuierliche Verbesserungen aus.

Die Waldflächen mit deutlichen Schäden nahmen nun leicht zu: von 11 Prozent im vergangenen Jahr auf 15 Prozent. Es sei unklar, ob es eine Trendwende ist, so Günther. Frei von Schäden sei rund ein Drittel des Waldes. Die Folgen der diesjährigen Herbststürme - 46 000 umgestürzte oder stark geschädigte Bäume - seien allerdings noch nicht im Bericht berücksichtigt, sagte die Senatorin.

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