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Erster Spatenstich für Otto-Weidt-Platz in Europacity

Spaten für den Spatenstich für den Otto-Weidt-Platz liegen bereit. Foto: Britta Pedersen/Archiv
Spaten für den Spatenstich für den Otto-Weidt-Platz liegen bereit. Foto: Britta Pedersen/Archiv FOTO: Britta Pedersen
Berlin. Er rettete in der Nazi-Zeit Juden vor der Deportation in die Konzentrationslager: An den blinden Berliner Fabrikanten Otto Weidt soll nun ein Platz im Neubaugebiet Europacity am Hauptbahnhof erinnern. Heute wird der erste Spatenstich gesetzt. Dazu wird die Schriftstellerin Inge Deutschkron erwartet - auch sie hatte während des Zweiten Weltkriegs eine Zeit lang Zuflucht bei Weidt gefunden. Er hatte in seiner Bürstenfabrik und an anderen Orten Verstecke für jüdische Arbeiter und ihre Angehörigen eingerichtet. dpa

An den blinden Berliner Fabrikanten Otto Weidt soll künftig ein Platz im Neubaugebiet Europacity am Hauptbahnhof erinnern. Dafür ist am Dienstag der erste Spatenstich erfolgt auf dem Areal. Diesen nahmen Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher vor, wie die Senatsverwaltung für Verkehr mitteilte. Mit dem Platz will die Stadt daran erinnern, dass der Fabrikant in der Nazi-Zeit Juden vor der Deportation in die Konzentrationslager gerettet hat.

Beim Spatenstich dabei war auch die Schriftstellerin Inge Deutschkron. Auch sie hatte während des Zweiten Weltkriegs eine Zeit lang Zuflucht bei Weidt gefunden. Weidt (1883-1947) habe vielen Menschen geholfen, die NS-Zeit in Würde zu überleben, so die Verkehrsverwaltung. An seine Geschichte erinnert auch das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt an der Rosenthaler Straße in Mitte.

Museum Blindenwerktstatt Otto Weidt

Europacity

Yad Vashem zu Otto Weidt

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Verkehr