| 15:05 Uhr

Ermittlungen gegen Polizisten: Aktenänderung nicht strafbar

Ein Schild des Landeskriminalamts in Berlin. Foto: Daniel Naupold/Archiv
Ein Schild des Landeskriminalamts in Berlin. Foto: Daniel Naupold/Archiv FOTO: Daniel Naupold
Berlin. Das Ermittlungsverfahren gegen zwei Berliner Polizisten wegen Manipulation von Akten im Fall des Attentäters Anis Amri ist eingestellt worden. Es gebe nicht den erforderlichen hinreichenden Tatverdacht gegen die Beamten des Landeskriminalamtes (LKA), teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Wegen der Bedeutung des Falles sei die Bearbeitung durch zwei Staatsanwälte gemeinschaftlich erfolgt. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen seien 38 Zeugen vernommen worden. dpa

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Ende der Ermittlungen gegen Berliner Kriminalpolizisten wegen möglicher Aktenfälschung im Fall des islamistischen Attentäters Anis Amri verteidigt. Ein strafbarer Vorsatz sei den beschuldigten Polizisten nicht nachweisbar gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Es sei zwar ungewöhnlich, dass in Akten frühere Verdachtsmomente derart abgeschwächt würden, aber strafbar sei das nicht. Staatsanwalt Holger Brocke betonte, eine Verschleierung sei strafrechtlich nicht relevant.