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Entscheidung über Strafbefehl verzögert sich

Torsten Krause. Foto: Bernd Settnik/Archiv
Torsten Krause. Foto: Bernd Settnik/Archiv FOTO: Bernd Settnik
Potsdam. Die Entscheidung des Amtsgerichts Potsdam über den Strafbefehl gegen den früheren Linke-Landtagsabgeordneten Torsten Krause wird voraussichtlich erst nach Ostern getroffen. Dem Angeschuldigten sei noch einmal rechtliches Gehör gewährt worden, sagte Gerichtssprecher Oliver Kramm am Mittwoch auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft hatte Ende Februar per Strafbefehl eine zehnmonatige Bewährungsstrafe für den 36-Jährigen beantragt, weil dieser den Landtag um 70 000 Euro Steuergeld betrogen haben soll. Daraufhin hatte sich Krause als Büroleiter von Sozialministerin Diana Golze (Linke) ohne Entgelt beurlauben lassen. dpa

Laut Staatsanwaltschaft soll sich Krause von 2005 bis 2012 mit der Angabe eines falschen Wohnsitzes im uckermärkischen Lychen vom Landtag rund 70 00 Euro an überhöhten Fahrtkosten erschlichen haben. Das Amtsgericht Potsdam muss nun darüber entscheiden, ob der Strafbefehl erlassen wird. Würde das Gericht dem Antrag folgen, könnte sich Krause noch dagegen wehren. Dann käme es zum Prozess vor dem Amtsgericht.