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„Ein bisschen Quatsch“: Hertha-Ärger über Elfmeter

Herthas Cheftrainer Pal Dardai breitet am Spielfeldrand die Arme aus. Foto: Annegret Hilse
Herthas Cheftrainer Pal Dardai breitet am Spielfeldrand die Arme aus. Foto: Annegret Hilse FOTO: Annegret Hilse
Berlin. Der DFB hat wenige Minuten nach Abpfiff auf die umstrittene Elfmeterszene im Bundesliga-Spiel Hertha BSC gegen 1899 Hoffenheim reagiert und die Entscheidung von Schiedsrichter Deniz Aytekin verteidigt. „Der Berliner Spieler Niklas Stark geht in der betreffenden Szene klar zum Ball und nimmt diesen an. Damit ist die vorherige Abseitsstellung des Hoffenheimer Spielers Nico Schulz regeltechnisch nicht mehr relevant“, heißt es in einer Einschätzung der Schiedsrichter-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes. „Die Regelauslegung durch das Schiedsrichterteam ist absolut korrekt und es bestand kein Anlass für einen Eingriff des Video-Assistenten.“ Von Florian Lütticke, dpa

Auch das klärende Gespräch mit Schiedsrichter Deniz Aytekin über die meist diskutierte Szene konnte Niklas Stark nicht überzeugen. Das Foul des Berliner Innenverteidigers an Nico Schulz führte beim 1:1 von Hertha BSC gegen 1899 Hoffenheim zum Führungstreffer der Gäste. Dabei monierte nicht nur Stark auf Berliner Seite, dass sein Gegenspieler zuvor im Abseits gestanden habe.

„Mir wurde erklärt, dass es eine neue Spielsituation gewesen sei“, berichtete der U21-Europameister über den Dialog mit Aytekin. „Das finde ich ein bisschen Quatsch.“ Nach dem 0:1 durch Andrej Kramaric (38. Minute) kam der Berliner Fußball-Bundesligist dank Salomon Kalou (58.) nur noch zum Ausgleich - und wartet weiter auf den ersten Rückrundensieg. Das Wichtigste zum Auftritt der Berliner am 21. Spieltag:

SITUATION: Mit einem Sieg wäre Hertha an den Gästen aus dem Kraichgau vorbeigezogen. So konnte der Hauptstadtclub den Rückstand auf die Europapokalplätze aber nicht verringern und bleibt im Mittelfeld der Tabelle.

TORWART: Erneut machte Thomas Kraft seinen Job als Ersatzmann von Stammkeeper Rune Jarstein bestens. Beim Strafstoß von Kramaric ahnte er zumindest die richtige Ecke, verkürzte gegen Serge Gnabry klug den Winkel (41.) und rettete mit seiner Parade in der Nachspielzeit gegen Nadiem Amiri noch den Punkt.

RASEN: „Kein schönes Spiel“ hatte Hertha-Coach Pal Dardai vor der Partie prognostiziert - und dies auch mit dem tiefen Boden begründet. Der dauerhafte leichte Schneefall ließ den Rasen während der 90 Minuten noch tiefer werden. „Der Platz ist in einem Katastrophenzustand, das ist nicht bundesligawürdig“, schimpfte Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann, betonte aber zugleich: „Da kann Hertha nichts für.“

AUSBLICK: Hertha steht vor einem schwierigen Programm in den kommenden Wochen. Am nächsten Samstag geht es zu Bayer Leverkusen. In der Woche darauf ist ein Sieg zu Hause gegen den FSV Mainz 05 Pflicht, weil danach die Auswärtsspiele beim FC Bayern München und dem FC Schalke 04 folgen. „Das sind die Spiele, in denen wir keinen Druck haben. Vielleicht können wir da die Punkte holen“, sagte Torschütze Kalou. „Wir wissen aber, dass es schwierige Wochen werden.“

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