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Durchsuchungen in drei Bundesländern

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs. Foto: Friso Gentsch/Archiv FOTO: Friso Gentsch
Erfurt/Berlin. Das Landeskriminalamt (LKA) und Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei haben am frühen Donnerstagmorgen ein Gewerbeobjekt und mehrere Wohnungen in Erfurt, Berlin und Sachsen durchsucht. Dabei wurden sechs Männer im Alter zwischen 29 und 39 Jahren festgenommen, wie das LKA in Thüringen mitteilte. Die Männer seien zuvor mit Haftbefehlen gesucht worden. dpa

Hintergrund der Durchsuchungen sind nach Angaben des LKA Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landesfriedensbruchs im besonders schweren Fall und gefährlicher Körperverletzung. Innenminister Georg Maier (SPD) sprach schon damals von Organisierter Kriminalität, die dahinter stecke. Nach MDR-Informationen handelte es sich um einen mutmaßlichen Mafiaüberfall.

Vor rund zwei Wochen hatten etwa 25 Männer vor einem Restaurant in der Erfurter Innenstadt den 42-jährigen Restaurantinhaber, seine 19 und 20 Jahre alten Söhne und Angestellte auf der Straße angegriffen. Sie sollen dabei auch Pfefferspray und eine Elektroschockpistole eingesetzt haben. Zuvor hatten die Männer den Inhaber unter einem Vorwand vor sein Restaurant auf die Straße gelockt. Nach dem Angriff flüchteten sie.

Insgesamt durchsuchten die Ermittler am Donnerstag ein Gewerbeobjekt und zehn Wohnungen in Erfurt und Umgebung sowie eine Wohnung in Berlin und in Sachsen. Im Fokus standen elf Tatverdächtige. Darunter sollen sich auch der 34 Jahre alte Anführer und ein 29-jähriger Organisator der Gruppe befinden.