ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:33 Uhr

Olympische Spiele
Berliner Olympia-Vorschlag sorgt für Hoffnung im Havelland

 In Berlin hatte der Anstoß zu einer Olympia-Bewerbung der deutschen Hauptstadt heftige Diskussionen ausgelöst.
In Berlin hatte der Anstoß zu einer Olympia-Bewerbung der deutschen Hauptstadt heftige Diskussionen ausgelöst. FOTO: dpa / Christoph Soeder
Berlin. Der Berliner Innen- und Sportsenator Andreas Geisel hat eine deutsche Olympia-Bewerbung für das Jahr 2036 ins gespräch gebracht und damit für viel Wirbel gesorgt.

Sommerspiele in der Hauptstadt hält Geisel nicht für ausgeschlossen. Der Senator hatte für viele Irritationen gesorgt mit der Schlagzeile, dass sich Berlin für die Spiele bewerben wolle. „Ich habe ganz explizit gesagt, dass Berlin sich nicht bewerben wird», sagte Geisel inzwischen dem in Berlin erscheinenden Tagespiegel. „Ich möchte, dass die Bundesrepublik sich bewirbt. Und wenn die Bundesrepublik uns auffordert, das auszurichten, dann machen wir das. Aber es wird keine Berlin-Bewerbung geben.“

 Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD).
Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD). FOTO: dpa / Paul Zinken

Geisel hatte in der Vorwoche gesagt, dass er sich eine neue Olympia-Bewerbung vorstellen könne, ein solcher Schritt sei aber nur im Rahmen einer nationalen Kandidatur gemeinsam mit anderen deutschen Städten denkbar.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte sich daraufhin grundsätzlich positiv über eine mögliche gemeinsame Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036 geäußert.

Solche Aussagen sorgen für besondere Aufmerksamkeit in Elstal im Havelland. Dort finden sich die Reste des alten Olympischen Dorfes der Spiele von 1936. Und egal ob Olympische Spiele in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten Realität werden. Das bemerkenswerte historische Areal in Elstal soll auch ohne das Weltsportereignis eine große Zukunft bekommen.

Das olympische Regelwerk sieht bislang nicht vor, dass sich zwei Städte gemeinsam bewerben. Das Reformpaket des Internationalen Olympischen Komitees „Agenda 2020“ lässt aber aber ausdrücklich zu, aus Kostengründen Wettbewerbe jenseits der Grenze des Ausrichterlandes auszutragen. Falls Stockholm im Juni den Zuschlag für die Winterspiele 2026 bekommt, werden die Wettbewerbe im Rodeln und Bobsport beispielsweise im lettischen Sigulda ausgetragen. Und auch Nord- und Südkorea planen eine gemeinsame Bewerbung um die Sommerspiele 2032.

Video: Olympisches Dorf von 1936 virtuell wiederbelebt