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Demonstranten fordern Ende von Rüstungsexporten

Demonstranten mit Fahnen der kurdischen YPG auf der Wilhelmstraße. Foto: Paul Zinken
Demonstranten mit Fahnen der kurdischen YPG auf der Wilhelmstraße. Foto: Paul Zinken FOTO: Paul Zinken
Berlin. Rund 300 Menschen haben am Samstag in Berlin-Kreuzberg gegen den türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien demonstriert. „Es sind überwiegend Kurden, aber auch viele Deutsche machen mit“, sagte Sprecher Ali Cicek von der Organisation Civaka Azad. Die Demonstranten zeigten Transparente mit Forderungen wie „Keine Deals mit Erdogan“ oder „Rüstungsexporte stoppen, Afrin verteidigen“. dpa

Vor dem Büro einer Berliner Rüstungsfirma stoppte der Demonstrationszug kurz. „Wir haben die Route bewusst so gewählt“, erklärte Cicek. Panzer aus deutscher Produktion dürften nicht gegen Kurden eingesetzt werden. Neben kurdischen Fahnen trugen einige Demonstranten auch Flaggen der Kurdenmiliz YPG und YPJ. „Diese sind in Deutschland nicht verboten“.

Türkische Truppen und verbündete syrische Milizen hatten zuletzt die Stadt Afrin vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Die Türkei bekämpft dort die Kurdenmiliz YPG, die sie wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als Terrororganisation betrachtet.

Der Berliner Demonstrationszug war Teil eines sogenannten Welt-Afrin-Tages („WorldAfrinDay“). Die Demonstranten wurde von zahlreichen Polizeikräften begleitet. „Es ist alles ruhig verlaufen“, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Nennenswerte Störungen habe es nicht gegeben.

Civaka Azad per Twitter