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Dardai: Länderspiel-Kulisse als Ansporn

Herthas Trainer Pal Dardai. Foto: Bernd Thissen/Archiv
Herthas Trainer Pal Dardai. Foto: Bernd Thissen/Archiv FOTO: Bernd Thissen
Berlin. Hertha-Trainer Pal Dardai sieht die Kulisse beim Länderspiel-Klassiker zwischen Deutschland und Brasilien (0:1) auch als Motivation für sein Team. „Wenn das Olympiastadion voll ist, gibt es nichts Schöneres in ganz Europa“, sagte der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten am Tag nach dem Testspiel. „Man sieht auch immer beim Pokalfinale, wie schön das ist. Das ist auch das Ziel, dass wir irgendwann im Pokalfinale da stehen und auch in der Liga das Stadion vollkriegen.“ dpa

Die Kulisse im vollen Olympiastadion beim Länderspiel-Klassiker zwischen Deutschland und Brasilien hat Pal Dardai Lust auf mehr gemacht. Der Coach von Hertha BSC nutzte den Weltmeister-Testgipfel als Tribünengast nicht nur zum taktischen Anschauungsunterricht, sondern zeigte sich auch von der Stimmung begeistert. „Wenn das Olympiastadion voll ist, gibt es nichts Schöneres in ganz Europa“, sagte Dardai am Tag nach dem 0:1 der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw. „Man sieht auch immer beim Pokalfinale, wie schön das ist. Das ist auch das Ziel, dass wir irgendwann im Pokalfinale da stehen und auch in der Liga das Stadion vollkriegen.“

Eine ausverkaufte Arena würden auch die Berliner gerne einmal wieder vermelden, dies gelang diese Saison selbst gegen den FC Bayern oder Borussia Dortmund nicht. Der Zuschauerschnitt ist im Vergleich zum Vorjahr bislang deutlich um mehr als 5000 Besucher pro Partie zurückgegangen. Für das Bundesligaspiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg am Samstag (20.30 Uhr) werden rund 35 000 Fans erwartet.

Das Länderspiel am Dienstagabend verfolgten auch Hertha-Profis wie Vedad Ibisevic bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Welche taktische Disziplin bei den Brasilianern seine Spieler dabei zu sehen bekamen, wertete Dardai als Vorbild für das Team. „So kann ich als Trainer der Mannschaft auch erzählen, wie wichtig das ist“, betonte der 42-Jährige. „Wenn so große Stars das durchziehen, dass das auch Erfolg bringt.“

Nach dem 2:1-Sieg beim Hamburger SV vor der Länderspielpause will sich der Tabellenelfte aus dem Niemandsland der Tabelle nun gegen die abstiegsbedrohten Niedersachsen wieder endgültig nach oben orientieren. „Uns bleiben jetzt noch sieben Spiele bis zum Saisonende. Wir wollen jede Partie so angehen, dass wir gewinnen können“, sagte Ibisevic.

Gegen Wolfsburg wird dabei der deutsche Nationalspieler Marvin Plattenhardt gelbgesperrt fehlen. „Er hat seine Sache gut gemacht“, lobte Dardai den Auftritt gegen Brasilien und sieht ihn auf WM-Kurs. „Er hat eine gute Chance, beim Turnier teilzunehmen.“

Maximilian Mittelstädt dürfte den Linksverteidiger ersetzen. Favorit für den freien Kaderplatz ist damit Stürmer Julian Schieber, der nach seiner schweren Knieverletzung vor mehr als einem Jahr erstmals wieder im Aufgebot stehen würde. „Er macht einen sehr guten Eindruck“, sagte Dardai über den 29-Jährigen und sprach von einem „Top-Niveau“ im Training. Schieber hat seit Februar 2017 kein Spiel mehr bestritten.

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