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CDU fordert Islam-Institut liberalen Verbänden zu öffnen

Berlin. Im Zuge des Streits über den Beirat des geplanten Instituts für islamische Theologie an der Humboldt-Universität (HU) hat die CDU-Fraktion gefordert, das Gremium Vertretern liberaler Strömungen zu öffnen. „Gegen den Rat der CDU-Fraktion hat die SPD-geführte Hochschulverwaltung seit 2015 fünf traditionell-konservativen Islamverbänden eine Monopolstellung in den künftigen Hochschulbeirat zugestanden, der über Berufungen und Lehrinhalte mitentscheidet“, teilten Hildegard Bentele und Burkard Dregger aus der Fraktion am Samstag mit. dpa

Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) könne nicht mit nur zwei oder drei Islamverbänden, die eine verschwindend geringe Minderheit der Muslime in Berlin vertreten, ein Hochschulinstitut aufbauen.

Nach den Plänen des Berliner Senats sollten fünf - zum Teil erzkonservative - Islamverbände in dem Beirat sitzen. Bisher haben allerdings nur die Schiitischen Gemeinden den mühsam ausgehandelten Kooperationsvertrag unterschrieben. Nach einem Treffen am Freitag hatten der Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Islamische Föderation in Berlin ihre Unterstützung für das Institut signalisiert.