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Bundesratspräsident würdigt Rolle Jordaniens im Nahen Osten

Bundesratspräsident Michael Müller (SPD,r.) und Dschamal Sarajreh. Foto: Britta Pedersen
Bundesratspräsident Michael Müller (SPD,r.) und Dschamal Sarajreh. Foto: Britta Pedersen FOTO: Britta Pedersen
Amman. Am zweiten Tag seines Jordanien-Besuches führt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) heute politische Gespräche in der Hauptstadt Amman. Geplant ist eine Begegnungen mit Prinz Feisal bin al-Hussein, dem Bruder und Stellvertreter von König Abdullah II.. Zudem trifft Müller, der amtierende Bundesratspräsident, Vertreter des Parlaments und der Regierung. Bei den Gesprächen dürften der anhaltende Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien und die Flüchtlingspolitik im Mittelpunkt stehen. Jordanien hat infolge der Konflikte in Syrien und im Irak bis zu 1,5 Millionen Flüchtlinge aufgenommen - bei einer Gesamtbevölkerung von knapp zehn Millionen Menschen. Müller weilt bis Mittwoch in dem Land. dpa

Bundesratspräsident Michael Müller (SPD) hat die Rolle Jordaniens als Stabilitätsanker im Nahen und Mittleren Osten gewürdigt. Es sei auch im Interesse Deutschlands und Europas, das Land weiter zu unterstützen, sagte Müller am Montag nach politischen Gesprächen in der Hauptstadt Amman.

Berlins Regierender Bürgermeister erinnerte daran, dass Jordanien sehr viele Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten Syrien und Irak aufgenommen habe und sehr viel Gutes für diese Menschen sowie die ganze Region tue. Er regte mehr Kooperationsprojekte zwischen Deutschland und Jordanien an, etwa bei der Berufsausbildung.

Müller traf in Amman unter anderen Prinz Feisal bin al-Hussein, den Bruder und Stellvertreter von König Abdullah II., sowie Vize-Regierungschef Dschamal Sarajreh. Er sprach auch mit Vertretern des Parlaments. Einige von ihnen wünschten sich bei dem Gespräch einfachere Einreisemodalitäten für Jordanier, die in der Bundesrepublik studieren oder zeitweise arbeiten wollen.

Beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Jordanien sind mehr als 650 000 Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien registriert. Die jordanische Statistikbehörde geht von über 1,2 Millionen Syrern sowie rund 300 000 Irakern aus - bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 10 Millionen Menschen. Am Dienstag will Müller ein Flüchtlingslager besuchen.

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