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Bundespolizisten werden mit Bodycams ausgerüstet

Potsdam. Die Bundespolizei soll von Mitte Januar an mit Körperkameras ausgerüstet werden. Zunächst würden Einheiten in Berlin und anschließend nach und nach bundesweit mit der neuen Technik versorgt, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Gero von Vegesack, am Freitag in Potsdam auf Anfrage. Die ursprünglich für Mitte Dezember geplante Einführung der Bodycams sei um vier Wochen verschoben worden, weil die entsprechende Dienstanweisung erst zum 15. Januar in Kraft treten sollte. Insgesamt sollen 2300 Körperkameras beschafft werden. dpa

Die Bundespolizei soll von Mitte Januar an mit Körperkameras ausgerüstet werden. Zunächst würden Einheiten der Bundespolizei in Berlin und anschließend nach und nach bundesweit mit der neuen Technik versorgt, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Gero von Vegesack, am Freitag auf Anfrage. Insgesamt sollen 2300 Körperkameras beschafft werden.

Die Gewerkschaft der Polizei betonte jedoch, dass zunächst noch offene Fragen geklärt und Bedenken ausgeräumt werden müssten. Dabei gehe es vor allem um den Datenschutz für die Beamten und die Zugriffsmöglichkeiten auf die Aufnahmen durch Vorgesetzte. Außerdem müssten erst polizeipraktische Erfahrungen mit allen in Frage kommenden technischen Systemen gewonnen werden, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Bundespolizei, Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. „Dem dient auch ein geordnetes Mitbestimmungsverfahren der Personalräte.“

Angesichts der steigenden Zahl von Angriffen auf Polizisten fordert die GdP schon lange den Einsatz von Bodycams. GdP-Chef Oliver Malchow hatte im vergangenen August in der „Bild“-Zeitung erklärt, dass Aggressivität häufig abnehme, wenn eine Kamera laufe. Zudem werde es durch die Kameras leichter, Straftaten zu verfolgen.