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Birkenwerders Ex-Bürgermeister streitet Korruption ab

Der Sitz von Landgericht und Staatsanwaltschaft in Neuruppin. Foto: Bernd Settnik/Archiv
Der Sitz von Landgericht und Staatsanwaltschaft in Neuruppin. Foto: Bernd Settnik/Archiv FOTO: Bernd Settnik
Birkenwerder. Der ehemalige Bürgermeister von Birkenwerder, Norbert Hagen, hat am Dienstag vor dem Landgericht Neuruppin jegliche Korruptionsvorwürfe gegen ihn bestritten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 59-Jährigen vor, er habe nach seinem Amtsantritt im Jahr 2009 sein Ingenieurbüro zu einem deutlich überteuerten Preis an zwei mitangeklagte Mitarbeiter verkauft und ihnen anschließend Aufträge der Gemeinde Birkenwerder zugeschanzt. Hagen betonte am ersten Verhandlungstag, was er alles für die Stadt getan habe - und wies jegliche Vorwürfe von sich. dpa

Auch die beiden angeklagten Mitarbeiter des Ex-Bürgermeisters bestritten vor Gericht, dass der Verkauf des Büros überteuert gewesen sei.

Laut Anklageschrift soll Hagen außerdem einen ebenfalls mitangeklagten Investor bei einem Grundstücksverkauf bevorzugt und dafür 160 000 Euro kassiert haben. Auch das wies Hagen entschieden zurück. Der Investor wollte keine Aussage machen. Zum nächsten Verhandlungstag an diesem Donnerstag will das Gericht Zeugen befragen.

Der parteilose 59-Jährige war nach der Erhebung der Anklage Ende 2014 als Bürgermeister abgewählt worden. Er war aber bereits seit April 2014 wegen der Vorwürfe vom Amt suspendiert. Für den Prozess sind weitere acht Verhandlungstage bis Anfang Juli angesetzt.

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