| 12:58 Uhr

Berliner Sparkasse mit mehr Immobilienkrediten

Johannes Evers. Foto: Inga Kjer/Archiv
Johannes Evers. Foto: Inga Kjer/Archiv FOTO: Inga Kjer
Berlin. Dank guter Geschäfte mit der Immobilienfinanzierung und Konsumentenkrediten hat die Berliner Sparkasse 2017 ein Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau erzielt. In der Bilanz steht ein Gewinn vor Steuern von 86 Millionen Euro, wie das Kreditinstitut am Dienstag mitteilte. Im Jahr zuvor waren es zwar 181 Millionen Euro, darin enthalten waren jedoch knapp 100 Millionen Euro, für die die Sparkasse Anteile am Kreditkarten-Dienstleister Visa verkauft hatte. dpa

Vorstandschef Johannes Evers sprach von einem Erfolg, weil die eigene Prognose von 54 Millionen Euro deutlich übertroffen worden sei. „Die klare Ausrichtung als Hauptstadtsparkasse trägt Früchte“, stellte er fest. Bei gewerblichen Immobilienkrediten kamen Neugeschäfte für 3,3 Milliarden Euro hinzu, was einen Bestand von 8,8 Milliarden Euro ergab. Für private Baufinanzierungen wurden Kredite über 760 Millionen Euro ausgereicht, der Bestand wuchs damit auf 2,63 Milliarden Euro.

Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 749 Millionen Euro. Das Einlagengeschäft litt unter den niedrigen Zinsen, gut lief es hingegen im Kredit- und Kreditkartengeschäft. Die Berliner Sparkasse hatte ihre Gebühren für private Girokonten im Dezember 2016 deutlich erhöht. Die Zahl der Konten sei 2017 bei rund 1,3 Millionen konstant geblieben, hieß es.

Die Berliner Sparkasse ist aus der Landesbank Berlin hervorgegangen. Die Sparkassengruppe hatte 2013 entschieden, dass sich die Landesbank wieder auf das regionale Sparkassengeschäft konzentriert. Das Fonds- und Kapitalmarktgeschäft wurde an das zentrale Institut Dekabank verkauft. Der bundesweit tätige Immobilienfinanzierer Berlin Hyp wurde ein eigenständiges Institut.