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| 13:15 Uhr

Innensenator setzt Polizeichef ab
Berliner Polizei braucht Neuanfang

Innensenator Andreas Geisel hat seinen Polizeichef mit sofortiger Wirkung in den Ruhestand versetzt.
Innensenator Andreas Geisel hat seinen Polizeichef mit sofortiger Wirkung in den Ruhestand versetzt. FOTO: Britta Pedersen
Berlin. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) will mit dem Chefwechsel bei der Polizei einen Neuanfang erreichen.

„Die Polizei muss freigemacht werden von den Debatten der Vergangenheit“, sagte Geisel am Montag. Nach einem Jahr der Aufarbeitung des Terroranschlags an der Gedächtniskirche müsse der Blick nach vorne gerichtet werden. Es müsse eine Kultur her, in der offen über Fehler gesprochen werden könne.

Geisel hatte zuvor den bisherigen Polizeipräsidenten Klaus Kandt in einem persönlichen Gespräch in den sofortigen Ruhestand versetzt. Kandt habe nicht sein Vertrauen für den nötigen Neuanfang in der Behörde, sagte Geisel. Zum 1. März soll nun kommissarisch Michael Krömer die Polizeiführung übernehmen, wie auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet hatte.

Krömer leitet bisher die Polizeidirektion 5 für Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Kandt war Ende 2012 noch von CDU-Innensenator Frank Henkel eingesetzt worden. Das Parteibuch sei für den Wechsel aber nicht ausschlaggebend gewesen, sagte Geisel. Dass auch Vizepräsidentin Margarete Koppers die Polizei verlasse und zur Generalstaatsanwaltschaft wechsle, gebe ihm die Chance zur Zäsur.

(dpa/fh)