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Berliner Ostermarsch zieht am Samstag durch Moabit

Berlin. Verschiedene Friedensinitiativen treffen sich an diesem Samstag zum traditionellen Berliner Ostermarsch. Das Motto lautet: „Abrüsten statt aufrüsten - Rüstungsexporte stoppen“. Die Demonstration richtet sich auch gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Erhöhung der Rüstungsausgaben. Der Ostermarsch beginnt nahe dem U-Bahnhof Turmstraße in Moabit, führt einmal durch den dortigen Kiez und endet wieder am Ausgangsort. Deutschlandweit sind diesmal mehr als 100 kleine und mittelgroße Ostermärsche angekündigt. dpa

Wie viele Teilnehmer in Berlin erwartet werden, wollte Mitveranstalterin Laura von Wimmersperg am Dienstag nicht sagen. In den vergangenen Jahren liefen jeweils zwischen 1000 und 2000 Menschen mit. Bei der Auftaktkundgebung um 12.00 Uhr spricht der Linke-Bundestagabgeordnete und Musiker Dieter Dehm. Zum Abschluss ist eine Rede von Theologe und Autor Eugen Drewermann geplant.

Die Ostermarschbewegung hat ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Begonnen hatte sie vor 60 Jahren, am Ostersonntag 1958, in Großbritannien. Zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1000 Menschen. 1968 und 1983 erlebten die Ostermärsche hierzulande ihre Höhepunkte mit Hunderttausenden Demonstranten. In den Jahren danach verlor die Bewegung an Zulauf.

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