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Berliner Ausstellung zeigt Stalin-Kult in der frühen DDR

Eine Büste von Josef Stalin in einer Ausstellung der Stasi-Gedenkstätte. Foto: Ralf Hirschberger
Eine Büste von Josef Stalin in einer Ausstellung der Stasi-Gedenkstätte. Foto: Ralf Hirschberger FOTO: Ralf Hirschberger
Berlin. Massenaufmärsche und Monumentalstatuen: Eine neue Ausstellung in Berlin setzt sich mit dem Personenkult um Stalin in der frühen DDR auseinander. Die Schau „Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen“ in der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen dokumentiert, wie die SED-Führung unter Walter Ulbricht alles daran setzte, die Ostdeutschen auf den sowjetischen Machthaber als großes Vorbild einzuschwören. Dass ein Diktator und Massenmörder so vergöttert werden konnte, sei heute nur noch schwer zu verstehen, sagte der Leiter der Gedenkstätte, Hubertus Knabe, der Deutschen Presse-Agentur. Auf erschreckende Weise werde deutlich, wie manipulierbar Menschen seien. Die Sonderausstellung, die ab 26. Januar für Besucher kostenlos geöffnet ist, zeigt auch eine überlebensgroße Stalin-Figur, die in der Mongolei ausfindig gemacht wurde. dpa