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| 14:59 Uhr

Juristin übernimmt Posten
Berliner Anlaufstelle für Terroropfer hat jetzt Chefin

Berlin. Die neue Berliner Anlaufstelle für Terroropfer hat jetzt eine Leiterin. Es ist die promovierte Juristin Friederike von Holtum, wie die Senatsverwaltung für Justiz am Dienstag mitteilte. Von Holtum (49), die zuletzt Referatsleiterin im Ressort Bildung, Jugend und Familie war, wird an diesem Mittwoch offiziell von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) vorgestellt werden.


Die Anlaufstelle ist eine Konsequenz aus dem Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche vom Dezember 2016, bei dem zwölf Menschen starben und fast 100 verletzt wurden. Der islamistische Täter Anis Amri wurde auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

Nach dem Attentat beklagten Betroffene und Angehörige Bürokratie in den Behörden und fehlende Empathie. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hatten Versäumnisse des Staates bei der Betreuung und Unterstützung der Menschen eingeräumt.

Auch auf Bundesebene wurde eine zentrale Anlaufstelle für Opfer eingerichtet. Sie ist beim Bundesjustizministerium angesiedelt.

Die Berliner Justizverwaltung baut die „Zentrale Anlaufstelle für Opfer und Betroffene von Terroranschlägen und Großschadensereignissen“ als eigenes Referat mit insgesamt fünf Mitarbeitern auf. Die Stelle solle Betroffenen bei der Bewältigung von Leid helfen. Dazu gehörten psycho-soziale Unterstützung, abgestimmte Hilfen sowie die Durchsetzung von Entschädigungen.

Neben der Leiterin haben zwei weitere Mitarbeiter die Arbeit bereits aufgenommen. Zwei weitere Stelle sollen noch besetzt werden.

(dpa)