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Berlin will Luftverschmutzung mit Tempo-30-Versuch senken

Auf der Leipziger Straße gilt seit heute Tempo 30. Foto: Jörg Carstensen
Auf der Leipziger Straße gilt seit heute Tempo 30. Foto: Jörg Carstensen FOTO: Jörg Carstensen
Berlin. Tempolimit für bessere Luft: Heute startet in Berlin ein Modellversuch mit Tempo 30 auf Hauptstraßen. Um die hohe Stickoxidbelastung zu reduzieren, gilt das Tempolimit zunächst auf einem knapp 1,2 Kilometer langen Abschnitt der Leipziger Straße zwischen Markgrafenstraße und Potsdamer Platz (Mitte). Bis Ende Juli folgen vier weitere: Potsdamer Straße (Tiergarten/ Schöneberg), Hauptstraße (Schöneberg), Tempelhofer Damm (Tempelhof) und Kantstraße (Charlottenburg) mit zusammen gut sechs Kilometern Länge. dpa

Autofahrer müssen wegen der hohen Luftverschmutzung in Berlin auf einer Hauptstraße künftig langsamer fahren. Ab dem Potsdamer Platz gilt auf einem Teil der Leipziger Straße nun Tempo 30. „Es folgen weitere Strecken, insgesamt 7,3 Kilometer in Berlin“, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) am Montag.

Die Stadt will ein Jahr lang testen, ob Autos so weniger bremsen und anfahren müssen. Auch die Ampelschaltung wurde verändert - das soll die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickoxid senken. Berlin überschreitet wie andere Städte in Deutschland an vielen Stellen den EU-Grenzwert.

„Wir schauen uns ein Jahr lang an, wie diese Maßnahme wirkt“, sagte Günther, die für die Grünen im Senat sitzt. Wenn die Werte mit dem Modellversuch gesenkt werden könnten, werde Tempo 30 auf weiteren Straßen kommen. Auf einigen von ihnen werde es aber schwer, dadurch die Stickoxidwerte zu reduzieren. Deswegen würden prophylaktisch auch Fahrverbote vorbereitet.

Mitteilung der Senatsverkehrsverwaltung

Maßnahmepaket für bessere Luft in Berlin

UBA zur Luftqualität 2017

Urteil Bundesverwaltungsgericht vom 27. Februar 2018