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Berlin Volleys: Lange Reise für ein kurzes Spiel

Volleyball-Spieler versuchen einen Ball zu blocken. Foto: Marcus Brandt/Archiv
Volleyball-Spieler versuchen einen Ball zu blocken. Foto: Marcus Brandt/Archiv FOTO: Marcus Brandt
Berlin. Mit einem Hauch von Ironie zog Trainer Luke Reynolds bei den Berlin Volleys die Bilanz des Auswärtssiegs beim Vorletzten TV Rottenburg. „16 Stunden Busfahrt hin und zurück, gut eine Stunde Spielzeit, drei Punkte geholt - so kann man sein Wochenende auch verbringen“, sagte der Australier nach dem 3:0 (25:22, 25:16, 25:20)-Pflichtsieg am Samstag. Die Berliner sind damit wieder Tabellenzweiter der Bundesliga, weil die United Volleys Rhein-Main beim 3:2-Sieg in Herrsching einen Punkt abgaben. dpa

Der Erfolg über Rottenburg entsprang keineswegs einer überragenden Leistung der BR Volleys, er basierte vielmehr auf grundsolidem Volleyball-Handwerk. „Wir haben zu Beginn ein wenig gewackelt, aber dann waren wir drin im Spiel“, meinte Libero Luke Perry. Mit hohem Aufschlagsdruck überforderten die Volleys ihren Gegner im Verlauf der rund 70-minütigen Partie mitunter. Vier Asse und acht Blockpunkte schafften die Berliner.

Trainer Reynolds ließ mit Robert Kromm und Pierre Pujol zwei Leistungsträger durchgängig auf der Bank. Sebastian Kühner vertrat Pujol als Zuspieler. Fünf Punkte gingen am Ende auf das Konto des 30-Jährigen. „Seine Leistung war sehr überzeugend“, lobte Reynolds. Weil Kühner zu Anfang der Saison die Erwartungen nicht erfüllt hatte, sah sich der Verein gezwungen, nachträglich Korrekturen auf seiner Position vorzunehmen. Der Franzose Pujol wurde nachverpflichtet, von Daan van Haarlem trennten sich die Volleys. Seither ist Kühner hinter Pujol nur noch zweiter Zuspieler.

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