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Bekannten beinahe getötet: Angeklagter spricht von Notwehr

Berlin. Im Prozess um eine beinahe tödliche Messerstecherei in einer Wohnung in Berlin-Friedrichshain hat sich der Angeklagte auf Notwehr berufen. Er sei attackiert worden und habe den Bekannten in einer Abwehrbewegung getroffen, erklärte der 38-Jährige am Mittwoch zu Prozessbeginn vor dem Landgericht. Laut Anklage soll er den 41 Jahre alten Geschädigten im Juli 2017 durch vier Stiche in Brust und Rücken lebensbedrohlich verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Totschlag aus. dpa

Vor der Messerstecherei sei es zu einem heftigen Streit gekommen, erklärte der aus Algerien stammende Angeklagte weiter. „Vermutlich ging es um Geld.“ Sie hätten viel Alkohol und Drogen konsumiert. Der 41-Jährige habe ihn nach einer Prügelei mit einer abgebrochenen Bierflasche und einem Taschenmesser angegriffen. Um den Bekannten auf Abstand zu halten, habe er sich aus der Küche ein Messer geholt. „Ich bin kein Gewalttäter und möchte freigesprochen werden“, so der Angeklagte. Der Prozess wird am 13. April fortgesetzt.